Stauden jetzt teilen und vermehren
Ende August oder Anfang September sind Stauden wie die Sonnenbraut, der Sonnenhut, die Flockenblume oder das Mädchenauge sowie viele andere stark wachsende Stauden oft noch nicht richtig abgeblüht. Trotzdem ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um diese Pflanzen zu vermehren.
Zunächst einmal müssen die Stauden bis auf eine Höhe von etwa 25 cm über dem Boden abgeschnitten werden. Die anfallenden Blütenstängel lassen sich noch für hübsche Blumensträuße verwenden. Die Horste der Stauden werden dann mit einem Spaten ausgegraben, was bei fast allen Pflanzen relativ einfach geht. Nur wenige Arten zählen zu den Pfahlwurzlern. Die ausgegrabenen Stauden legt man dann auf einen festen Untergrund und teilt sie mit Hilfe eines Spatens und sanfter Gewalt in mehrere gleichgroße Stücke. Diese Teile müssen dann möglichst schnell wieder im Garten eingesetzt werden. Durch die relativ frühzeitige Vermehrung bzw. Teilung wachsen die neu gewonnenen Pflanzen im Garten sehr rasch wieder an. Wichtig ist regelmäßiges Gießen.
Die Größe der neuen Pflanzen unterscheidet sich deutlich von der Größe einer frisch gekauften Containerpflanze. Besonders rentabel ist die Staudenteilung bei Arten, die im eigenen Garten nicht so häufig vorkommen. Außerdem wird die Vergreisung der Pflanzen dadurch unterbunden.
Ältere Stauden neigen häufig zu einem horstartigen Wuchs und werden im Alter blühfaul. Die frisch geteilten Pflanzen entwickeln sich über Herbst und Winter zu kräftigen Stauden. Bei großen Blattstauden, wie zum Beispiel Hosta, sollte man mit der Teilung warten, bis das Laub abgefallen ist.
Ihr
Peter Hagen
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