Mariä Himmelfahrt
Mariä Himmelfahrt, auch als „Mariä Aufnahme in den Himmel“ bezeichnet, ist am 15. August und fällt in diesem Jahr auf einen Samstag. Es ist ein Hochfest der römisch-katholischen Kirche, der als „Heimgang Mariens“ gefeiert wird.
Der Glaube an die leibliche Aufnahme der Mutter Maria in den Himmel ist seit dem 6. Jahrhundert bekundet und wurde im Jahre 1950 von Papst Pius XII. in der Apostolischen Konstitution (Munificentissmus Deus) der katholischen Kirche zum Dogma erhoben. Über die Himmelfahrt Mariens wird in der Bibel allerdings nichts direkt berichtet.
Für uns als Gartenfreunde ist von Bedeutung, dass die katholische Kirche an diesem Tag Kräuter weiht. Urkunden zur Folge, in denen von „Unser lieben Frauen Wurzelweihe“ berichtet wird, datiert dieser Brauch bis in das 14. Jahrhundert zurück. Die zur Segnung mitgebrachten Kräuter waren Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Scharfgarbe, Tausendgüldenkraut, Kamille, Thymian und andere bekannte Wildkräuter. Nach alten Bräuchen wurden die gesegneten Kräuter in Haus und Stall aufgehängt und als Medizin für Mensch und Tier verwendet. Als Schutz vor schlechtem Wetter wurden sie auch gern bei offenem Fenster auf dem Herd verbrannt.
Mariä Himmelfahrt ist in Österreich ein gesetzlicher Feiertag, ebenso in acht Kantonen der Schweiz und in Luxemburg. In Liechtenstein ist es ein Staatsfeiertag. Bei uns in Deutschland ist Mariä Himmelfahrt nur in zwei Bundesländer, und zwar Saarland und Bayern, ein gesetzlicher Feiertag.
Ihr
Peter Hagen
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