Maria Geburt
Am 8. September wird das Kirchenfest „Maria Geburt“ gefeiert. Bereits Ende des 5. Jahrhunderts gab es in der katholischen Kirche ein Weihefest, worin dieser kirchliche Feiertag seinen Ursprung findet.
Eher bekannt ist sicherlich der Ausspruch: „An Maria Geburt fliegen die Schwalben furt.“ Tatsächlich ist es so, dass sich die Schwalben in der ersten Septemberhälfte sammeln und dann Richtung Süden ziehen.
An Maria Verkündung (25. März) kommen sie in aller Regel (wenn das Wetter stimmt) wieder zurück. Die Schwalben gelten daher als Symboltier der Maria. Schwalben werden auch Frühlingsverkünder bzw. Herbstboten genannt und in Verbindung mit Maria als „Muttergottesvogel“ bezeichnet. Zahlreiche Legenden, eher weltlicher Art, ranken sich um diesen Begriff. Hinzu kommen unzählige Bauernweisheiten. Eine dürfte die Gemüsebauer besonders erfreuen: „Kommen die Raupen zu Maria Geburt in den Kohl, so sterben sie gleich nachher wie toll.“ Oder: „Wird Marien Geburt gesät, ist`s nicht zu früh und nicht zu spät.“
Alte Bauerregeln beziehen sich auch häufig auf das Wetter und so sollen an dieser Stelle noch zwei Prognosen abgegeben werden. „Wie sich`s Wetter an Maria Geburt verhält, ist`s noch weitere vier Wochen bestellt.“ Hoffentlich fliegen die Schwalben in diesem Jahr später, denn die oben erwähnte Regel „Um Maria Geburt fliegen die Schwalben furt,“ sagt weiterhin aus, „bleiben sie noch da, ist der Winter noch nicht nah.“ Also liebe Gartenfreunde, es macht Sinn, die Schwalben etwas näher im Auge zu behalten.
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