Kompostieren, aber richtig
Es gibt keinen besseren Dünger für den Garten als eigener Kompost. Das Kompostieren funktioniert aber nur, wenn man es auch richtig macht. Geübte Gartenbesitzer betreiben damit einen regelrechten Kult und besitzen vor allem nicht nur einen, sondern mindestens drei sehr unterschiedlich reife Komposthaufen in ihrem Garten.
Gerade zu dieser Jahreszeit, wo vieles geerntet oder schon zurückgeschnitten wird, fällt so manches Gartenmaterial an, das sich zum Kompostieren eignet. Ernteabfälle von Gemüse und Obst, Rasenschnittgut, aber auch Äste und Zweige, die zum Beispiel beim Sommerschnitt der Obstgehölze anfallen, sind bestens geeignet. Größere Astpartien schreddert man vorzugsweise mit einem Häcksler, bevor man sie auf den Kompost aufbringt. Entscheidend ist, dass die unterschiedlichsten Materialien sorgsam in nicht zu dicken Lagen auf den Komposthaufen kommen. Besonders negativ wirken sich dicke Lagen von Rasenschnittgut aus. Innerhalb kürzester Zeit beginnt es zu faulen, riecht übel und trägt nichts zum Gelingen eines gesunden Kompostes bei. Macht man sich die Mühe und mischt Holz oder Zweigmaterial unter, wird der Kompost ausreichend belüftet und beginnt nicht zu faulen. Je nach Kompostmaterial hat das Endprodukt nach etwa zwei Jahren einen sehr unterschiedlichen Säuregrad (pH-Wert). Um den Kompost von vornherein zu neutralisieren, streut man regelmäßig Bentonit auf die Lagen. Hierdurch werden Nährstoffauswaschungen verringert und gleichzeitig aktiviert man die so wichtigen Mikroorganismen, ohne die eine Kompostierung überhaupt nicht möglich wäre. Wer sich nicht ganz sicher ist, was er kompostieren kann, der sollte sich eine Positiv-Negativ-Liste besorgen, die die meisten Obst- und Gartenbauvereine veröffentlichen.
Ihr
Peter Hagen
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