Zeit für Feldsalat
Der bekannte amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson hat einmal gesagt: „Unkraut nennt man Pflanzen, deren Vorzüge noch nicht erkannt worden sind.“ Da hat unser Feldsalat, in seiner Ursprungsform viele Jahrzehnte als Unkraut missachtet, rechtzeitig genug seine Vorzüge zum Wohle der Menschheit aufgedeckt.
Heute hat sich das ehemalige Unkraut zu einer wahren Delikatesse entwickelt und wird unter teilweise sehr liebevollen Bezeichnungen, wie Mausohrsalat, Nüsslisalat, Rapunzelsalat oder eben einfach Feldsalat gehandelt.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Grundformen, die es in unterschiedlichen Sorten gibt. Die Beliebtheit der verschiedenen Wuchsformen zieht eine klare Grenze zwischen Nord- und Süddeutschland. Im Norden unserer Republik werden vor allem langblättrige Sorten angebaut, im Süden werden die kleineren Sorten mit einem rosettenartigen Aufbau bevorzugt.
Wie dem auch sei, jetzt Ende August sollte der Feldsalat ausgesät werden. Vorzugsweise geschieht das in Sätzen, wodurch sich die Erntetermine ein wenig strecken lassen. Auf einen besonderen Winterschutz muss man nicht sonderlich achten. Einmal gekeimt und zur kleinen Pflanze entwickelt, verträgt der Feldsalat auch hohe Minustemperaturen, ohne dabei gleich zu erfrieren. Wer in einem Gewächshaus oder einem Frühbeet ausgesät hat, der kann sich über noch variablere Erntetermine freuen.
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