Tomaten, ade
Für uns Hobbygärtner gibt es kaum eine schlimmere Pilzerkrankung im Garten als die Kraut- und Knollenfäule. Der Pilz mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Phytophtora befällt Kartoffeln und Tomaten, was zu einem totalen Ausfall der Ernte führt. In Irland hat das im Jahre 1845 sogar zu einer Hungersnot geführt, der mehr als eine Million Menschen zum Opfer gefallen sind. Die Kartoffel war zu dieser Zeit das Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung. Nun müssen wir glücklicherweise nicht daran sterben, wenn unsere Tomaten- bzw. Kartoffelernte misslingt, aber ärgerlich ist es schon, wenn man mit viel Mühe die Pflanzen aufgezogen hat und dieser Pilz über Nacht alles zunichte macht.
Schon wenn man die ersten Anzeichen entdeckt, ist es eigentlich zu spät. Der aggressive Pilz vernichtet innerhalb weniger Stunden den gesamten Bestand. Am besten lässt sich das an den Tomaten erkennen. Heute sieht man noch dunkelgrünes Tomatenlaub mit reichlich Fruchtbesatz und morgen schon hängt alles schwarzbraun und welk an den Pflanzen, die dann rasch vollkommen absterben. Was kann man dagegen tun?
Jedes Jahr sollte ein neuer Standort für die Tomaten ausgewählt werden. Wenn möglich, sollte man die Tomaten unter einer Abdeckung kultivieren, denn Nässe von oben fördert den Pilz. Resistente Sorten gibt es leider nicht auf dem Markt. Keineswegs muss der Befall in jedem Jahr auftreten, denn Phytophtora ist stark witterungsabhängig. Gegen den Pilz haben sich zudem gelegentliche Spritzungen mit biologischen Stärkungsmitteln auf Basis von Kieselsäure oder auch mit direkten Fungiziden auf der Grundlage von Kupfer bewährt.
Ihr
Peter Hagen
Kommentare:
- Kein Kommentar vorhanden -

Impressum