Die Geschichte vom Weihnachtsstern
Zur Freude von allen Pflanzenliebhabern kommen die Weihnachtssterne immer früher auf den Markt, erfreuen uns mit ihren schönen Blüten (die übrigens gar keine Blüten sind, sondern Hochblätter) und weisen auf das bevorstehende Weihnachtsfest hin.
Der Weihnachtsstern stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, hat aber heute ein riesiges Verbreitungsgebiet und ist inzwischen weltweit zu finden. Im Jahre 1804 brachte Alexander von Humboldt erste Exemplare von einer seiner Amerikareisen zu uns nach Europa. In Berlin wurde die Pflanze dann von dem Botaniker Ludwig Willdenow näher beschrieben und katalogisiert und erhielt die botanische Bezeichnung Euphorbia pulcherrima, was so viel wie „Schönste der Euphorbien“ (Wolfsmilchgewächse) bedeutet. Als im Jahre 1828 der frühere US-Botschafter die Pflanze zum ersten Mal in Mexiko fand, war er so begeistert davon, dass er sie mit nach South Carolina brachte und für eine weltweite Verbreitung in botanischen Gärten sorgte. Von diesem Zeitpunkt an begann ein regelrechter Wettlauf von immer neuen Züchtungen, die alle ein gemeinsames Ziel hatten: die Verbreitung der Pflanze mit dem Zuchtziel, eine neue Topfpflanze zu kreieren. Das ist mehr als gelungen, wenn man sich die vielen neuen Formen und Farben, die es zwischenzeitlich auf dem Markt gibt, anschaut. Maßgeblich daran beteiligt war auch die deutsche Auswanderfamilie Ecke in Kalifornien, die es schaffte, die Pflanze als Weihnachtsblume zu vermarkten. Zahlreiche bedeutende Züchtungen stammen von dieser Familie und viele davon sind nach wie vor aktuell.
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