Ein Pilz bedroht den Buchs
Der Buchsbaum, eine uralte Kulturpflanze, hat lange Zeit eine Art Dornröschenschlaf gehalten. In den vergangenen Jahren ist aber eher das Gegenteil eingetreten. Insbesondere die vielen Formschnitte und die modischen Formschnittgärten haben dazu geführt, dass der Buchs in vielen Ländern mit unterschiedlichsten Sorten geradezu massenhaft vermehrt wurde.
Massenvermehrung und weit gestreute Verbreitung sind aber auch die besten Grundlagen für die Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten. Ein Pilz mit der botanischen Bezeichnung Cylindrocladium buxicola verursacht solch eine Erkrankung, die sich rasch ausbreiten und ganze Buchsbestände innerhalb kürzester Zeit vernichten kann. Besonders gefährdet sind dichte Buchshecken, aber auch Kugeln oder andere geschnittene Buchsformen. Die Ausbreitung erfolgt sehr rasch und beginnt mit dunkelbraunen Flecken am Blattrand. Innerhalb weniger Tage ist das Laub braun und fällt ab. An den blattlosen Trieben sind schwärzliche Streifen zu erkennen. Nasses, kühles Sommerwetter im Juni und Juli fördert die Entwicklung und Verbreitung dieses Pilzes, der unsere Buchsbestände befällt. Als Gegenmaßnahme kann man lediglich das befallene Laub sehr vorsichtig entfernen und die Triebe leicht zurückschneiden. Weil an dem abgestorbenen Laub noch große Mengen Pilzsporen haften, muss es auch vom Boden entfernt werden. Ein direkt wirkendes Spritzmittel dagegen gibt es nicht. Eine gute vorbeugende Wirkung hat jedoch das Fungizid „Dithane NeoTec“.
Ihr
Peter Hagen
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