Ameisen im Garten
Bei warmem, trockenem Wetter fühlen sich Gartenameisen besonders wohl. Diese kleinen Tierchen, die derzeit vermehrt vorkommen, zählen bei Gartenbesitzern nicht gerade zu den beliebtesten Mitbewohnern. Ameisen richten durch ihre Anwesenheit indirekte Schäden an unseren Zier- und Nutzpflanzen an. Durch den Bau ihrer Nestanlagen und intensivem Zerwühlen des Bodens verlieren die Wurzeln den Bodenkontakt, wodurch die Pflanzen dann häufig vertrocknen. Ganz ähnliche Probleme treten bei Pflanzen auf, die in Kübeln auf der Terrasse stehen. Besonders unangenehm sind Ameisennester in Trockenmauern, da sie den ohnehin schon kümmerlichen, mageren Lebensraum der dort wachsenden Pflanzen schädigen. Auch unter im Sand verlegten Bodenbelägen oder Trittplatten bauen Ameisen bevorzugt ihre Nester. Das führt dann häufig dazu, dass diese Platten ihren Halt verlieren und wackeln.
Häufig kann man im Garten beobachten, dass Ameisen in kleinen Kolonien Pflanzen, Sträucher und Bäume erklimmen und nach gewisser Zeit wieder zurückkehren. Dies ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass die entsprechende Pflanze mit Blattläusen befallen ist. Alle Blattlausarten scheiden einen klebrigen Honigtau aus, der für Ameisen eine Delikatesse darstellt. Sie züchten daher die Blattläuse regelrecht. Bekämpft man die Blattläuse an der Pflanze, ziehen sich auch die Ameisen wieder zurück.
Für die Bekämpfung von Ameisen im Garten gibt es, neben alten Hausmitteln wie Backpulver oder kochendem Wasser, verschiedene sehr wirksame Streu- und Gießmittel, die im Fachhandel angeboten werden. Nicht anwenden sollte man derartige Präparate allerdings im Nutzgarten. Für den Nutzgarten gibt es Fallen mit Lockstoffen, die die Ameisen magisch anziehen. Sie nehmen dann die darin enthaltenen Giftstoffe auf und tragen sie in ihren Bau, wo diese nach einer gewissen Zeit wirken und auch die Brut abtöten.
Ihr
Peter Hagen
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